Warum Dach? Warum Neubau?

DEB steht grundsätzlich für Neubau - Photovoltaikanlagen auf langfristig gepachteten Großdächern. Nur in seltenen Fällen ziehen wir auch die Errichtung von Freilandanlagen in Erwägung. Hier die wichtigsten Gründe.

 

Warum bauen wir auf Dächern und nicht auf Freiflächen?

  1. Der Strom von Dachanlagen wird deutlich höher vergütet. (EEG)
  2. Dachanlagen verbrauchen kein Land. 

 

Warum Neubau und nicht Bestandsanlage?

  1. Bei einem Neubau bekommt der Käufer die neueste Technik. Eine Bestandsanlage  hat zwangsläufig  die Technik von damals.
  2. Eine Neubauanlage hat volle Gewährleistungen. Diese sind bei Bestandsanlagen oft  schon abgelaufen, zumindest aber kürzer.
  3. Wir können unsere Qualitätsstandards zu 100% umsetzen. Keine Kompromisse.  Keine Überraschungen. 
  4. Aber der wichtigste Grund für Neubau ist ein Wirtschaftlicher: Bestandsanlagen  haben, je älter sie sind, eine höhere Vergütung pro Kwh als Neubauten. Das klingt  zunächst gut und liegt daran, dass die garantierte Vergütung seit Einführung des  EEG planmäßig stufenweise abgesenkt wurde. Von über 50 Ct / Kwh auf heute ca.  11 Ct / Kwh bei Dachanlagen und ca. 9 Ct / Kwh bei Freilandanlagen. Allerdings gilt  der Preisverfall gleichermaßen für die Anlagenerrichtungspreise. Diese sind etwa  parallel mit gefallen und heute auf dem niedrigsten Niveau aller Zeiten.                    Die Rentabilität ist somit in den letzten 15 Jahren nahezu  gleich  geblieben, aber  eben in einem Umfeld fallender Preise.

Ein fiktives Beispiel:                     

Ein Investor erwirbt eine Bestandsanlage aus dem Jahr 2011. Die Stromvergütung liegt bei 22 Cent / Kwh. (heute ca. 11 Cent) Der Kaufpreis lag damals bei 3000,- bis 3500,- Euro / Kwp. Heute bei ca. 1500,-  Die Rentabilität einer PV – Anlage ist also über die Jahre etwa gleich geblieben.

Aber: Nach Ablauf der Restlaufzeit der garantierten EEG – Vergütung (hier 14 Jahre) wird der Strom zum dann gültigen Marktpreis verkauft werden. Das heißt ungefördert. Auch wenn die Strompreise in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen sind, können wir nicht davon ausgehen, dass in 14 Jahren weiterhin 22 Ct erzielt werden können. Der dann erzielbare Marktpreis wird vermutlich niedriger liegen als der heute noch geförderte Preis von 22 Ct/Kwh. Also werden die absoluten Einnahmen mit hoher Wahrscheinlichkeit sinken und damit auch die langfristige Rentabilität der Anlage. Je älter die Anlage, desto größer das "drawdown" - Risiko.

 

Besser Neubau:                              

Hier sind Kaufpreis und Vergütung von Anfang an auf einem viel niedrigeren Niveau und somit ist die Wahrscheinlichkeit einer Erlösminderung nach 20 Jahren gering. Zudem hat der Käufer eine Strompreisgarantie über volle 20 Jahre und nicht eine Restlaufzeit mit ungewissem Ausgang.

 

Ausnahmen bestätigen die Regel:                   

Selbstverständlich können die o g Gründe lediglich als Richtwerte dienen. Es gibt immer Ausnahmen. Z B können Alte, oder sogar defekte Anlagen einem professionellen „Repowering“ unterzogen werden, bei dem Altmaterial ersetzt wird. Das kann sich durchaus lohnen. Darüber hinaus gelingt es unseren Dachakquisiteuren hin und wieder, „junge Gebrauchte“ zu guten Preisen zu akquirieren. Wenn sie den Qualitätsstandards der DEB genügen und das Gutachten  positiv ausfällt, kann das ebenfalls eine Alternative sein. Der Gewinn liegt, wie so oft, im Einkauf.