Warum Dach? Warum Neubau?

Die DEB24 steht grundsätzlich für Neubau - Photovoltaikanlagen auf langfristig gepachteten Großdächern. Nur in seltenen Fällen ziehen wir auch die Errichtung von Freilandanlagen in Erwägung. Hier die wichtigsten Gründe.


Warum bevorzugen wir Dachanlagen?

  1. Der Strom von Dachanlagen wird deutlich höher vergütet. (EEG)

  2. Dachanlagen verbrauchen kein Land.  

Warum bevorzugen wir Neubau und nicht Bestandsanlage?

  1. Bei einem Neubau bekommt der Käufer die neueste Technik. Eine Bestandsanlage  hat zwangsläufig  die Technik von damals.

  2. Eine Neubauanlage hat volle Gewährleistungen. Diese sind bei Bestandsanlagen oft  schon abgelaufen, zumindest aber kürzer.

  3. Wir können unsere Qualitätsstandards zu 100% umsetzen. Keine Kompromisse.  Keine Überraschungen.

Aber der wichtigste Grund für Neubau ist ein Wirtschaftlicher: Bestandsanlagen  haben, je älter sie sind, eine höhere Vergütung pro Kwh als Neubauten. Das klingt  zunächst gut und liegt daran, dass der so genannte Anzulegende Wert (für 20 Jahre garantierter Stromverkaufspreis) seit Einführung des  EEG planmäßig stufenweise abgesenkt wird. Von über 50 Ct / Kwh auf heute ca. 7,5 Ct / Kwh bei Dachanlagen und ca. 6,8 Ct / Kwh bei Freilandanlagen. (Stand 04.2020) Allerdings hat es diesen Preisverfall in etwa gleichem Maße auch bei den Anlagen- errichtungspreisen gegeben. Diese sind etwa  parallel mit gefallen und heute auf dem niedrigsten Niveau aller Zeiten. Die Rentabilität ist somit in den letzten 15 Jahren nahezu  gleich geblieben, aber eben in einem Umfeld fallender Preise.

Ein fiktives Beispiel:

Ein Investor erwirbt 2020 eine Bestandsanlage aus dem Jahr 2011.

Die Stromvergütung liegt bis 2031 bei 22 Ct / Kwh. (20 Jahre) Der Kaufpreis lag damals bei 3000,- bis 3500,- Euro / Kwp. Ein Neubau heute kostet ca. 1200,- Euro / Kwp und der Strom wird mit ca. 7,7 Cz / kWh ebenfalls für 20 Jahre (also bis 2040) vergütet. Das Verhältnis zwischen Kaufpreis und Ertrag ist etwa gleich geblieben. Somit auch die Rentabilität

 

Aber:
Nach Ablauf der Restlaufzeit der garantierten EEG – Vergütung (hier 2031) wird der Strom zum dann gültigen Marktpreis verkauft werden. Das heißt ungefördert. Auch wenn die Strompreise in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen sind, können wir nicht davon ausgehen, dass in 2031 weiterhin 22 Ct erzielt werden können. Der dann erzielbare Marktpreis wird vermutlich deutlich niedriger liegen als der heute noch geförderte Preis von 22 Ct / Kwh. Also werden die absoluten Einnahmen mit hoher Wahrscheinlichkeit sinken und damit auch die langfristige Rentabilität der Anlage. Altanlagen, die heute aus dem EEG laufen, fallen von 50Ct / Kwh ins "Bodenlose". Je älter die Anlage, desto größer das "drawdown" - Risiko.

Besser Neubau:
Hier sind Kaufpreis und Vergütung von Anfang an auf einem viel niedrigeren Niveau und somit ist die Wahrscheinlichkeit einer Erlösminderung nach 20 Jahren gering. Zudem hat der Käufer eine Strompreisgarantie über volle 20 Jahre und nicht eine Restlaufzeit mit ungewissem Ausgang.

  • Ausnahmen bestätigen die Rege:

Selbstverständlich können die o g Gründe lediglich als Richtwerte dienen. Es gibt immer Ausnahmen. Z B können Alte, oder sogar defekte Anlagen einem professionellen „Repowering“ unterzogen werden, bei dem Altmaterial ersetzt wird. Das kann sich durchaus lohnen. Darüber hinaus gelingt es unseren Dachakquisiteuren hin und wieder, „junge Gebrauchte“ zu guten Preisen zu akquirieren. Wenn sie den Qualitätsstandards der DEB Hamburg genügen und das Gutachten  positiv ausfällt, kann das ebenfalls eine Alternative sein. Der Gewinn liegt, wie so oft, im Einkauf.
 

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