Informationen für unsere Partner und Investoren

Wie Sie wissen, hat die DEB GmbH am 03.12.2020 Insolvenz angemeldet. Gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter, RA Dominik Montag, wird eine übertragende Sanierung des Geschäftsbetriebs angestrebt. Es wurde eine M&A-Agentur mit der Organisation eines strukturierten Investorenprozesses beauftragt.

Es haben sich bereits aus der Branche verschiedene Übernahme-interessenten gemeldet, mit denen aktuell gesprochen wird. Das Insolvenzverfahren wird voraussichtlich Anfang Februar vom Amtsgericht Hamburg eröffnet werden. Der Geschäftsbetrieb kann auch im eröffneten Insolvenzverfahren fortgeführt werden bis feststeht, wie und mit wem eine Sanierung gestaltet werden kann.

 

Von der Insolvenz betroffen ist ausschließlich die DEB Deutsche Energie Beratung GmbH. Das operative Geschäft der weiteren (nicht betroffenen) Gesellschaften der DEB/DEVG-Gruppe wird unverändert weitergeführt. Erfreulich ist die aktuell sehr positive Geschäftsentwicklung. Die Auftragslage hat sich mit der Insolvenz kaum verändert. Dies ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass seither jeglicher Zahlungsverkehr über vom vorläufigen Insolvenzverwalter speziell für die DEB eingerichtete Konten abgewickelt wird und keine Gefahr besteht, dass sich künftige Geschäfte (nach dem Stichtag 03.12.) mit der Insolvenz infizieren könnten. Der Bau weiterer, zeitnah fertigzustellender Anlagen hat bereits begonnen.

 

Zu den Insolvenzschäden:

Die Hauptaufgabe eines Insolvenzverwalters ist die Maximierung der Insolvenzmasse zur bestmöglichen Gläubigerbefriedigung. Es wird aus meiner Sicht folgende Haupteinnahmequellen geben:

 

  1. Für mehrere Anlagen konnten wegen der Kontosperrung im November die Baukosten nicht mehr vollständig bezahlt werden. Sie sind zwar nahezu fertig, werden von den beauftragten Generalunternehmern aber nur nach vollständiger Bezahlung fertiggestellt und abgeliefert. Der vorläufige Insolvenzverwalter hat für die Fertigstellung einiger Anlagen Schlusszahlungen vom Guthaben auf dem Treuhandkonto zugesagt. Der dann fällige Überschuss dieser Anlagen fällt in die Insolvenzmasse und dient somit der Befriedigung geschädigter Investoren.  

  2. Die Erlöse aus einem Verkauf des Unternehmens im Rahmen einer übertragenden Sanierung fallen ebenfalls in die Masse und werden zur Gläubigerbefriedigung herangezogen.

  3. Der Insolvenzverwalter wird Schadensersatzansprüche der DEB gegenüber einem Generalunternehmer prüfen. Es bestehen hier gute Aussichten für eine deutliche Massemehrung, um die Quotenaussichten der Gläubiger weiter zu erhöhen.

  4. Info an alle Investoren, deren Anlagen am Netz sind und bei denen Stromerlöse ausstehen: Die ab dem 03.12.2020 vereinnahmten Stromerlöse fallen nicht in die Masse und werden nach Abrechnung an die Kunden ausgekehrt. Derzeit bereitet der vorläufige Insolvenzverwalter eine Gesamtliste auf, mit der die Zahlstände und die offenen Forderungen berechnet werden. Danach sollen die vorhandenen Erlöse ausgezahlt werden.

 

Alle Beteiligten (inkl. des vorläufigen Insolvenzverwalters) sind fest entschlossen, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln den Schaden zu minimieren. Der Erfolg wird von der Umsetzung der oben genannten Maßnahmen abhängen, aber auch vom Unternehmenserfolg der nächsten Monate. Ich bitte deshalb darum, die Geschäftsbeziehung mit der DEB aufrechtzuerhalten. Für den Verkauf des Unternehmens und die danach zu realisierenden Ansprüche ist es von großer Bedeutung, dass die Kunden weiter „bei der Stange“ bleiben. Ich hoffe insoweit auf Ihre Unterstützung und bedanke mich für Ihr Verständnis.

 

https://www.pv-magazine.de/2020/12/07/deb-meldet-insolvenz-an/

 


Mit sonnigen Grüßen

 

Ove Burmeister

 

Stand 28.01.2021

1/1